Neu-Ulm: 12-Jährige erpresst Mitschülerin und droht über Social Media mit Vergewaltigung

Ein 12-Jähriges Mädchen hat eine Mitschülerin aus dem Landkreis Neu-Ulm über ein Fakeprofil bei Social Media um 100 Euro erpresst und Vergewaltigung angedroht.

Neu-Ulm: 12-Jährige erpresst Mitschülerin und droht über Social Media mit Vergewaltigung

Doch die Kripo konnte die junge Täterin über die IP-Adresse aufspüren und fassen.

Wie kam es zu der Erpressung und angedrohten Vergewaltigung?

Ein 13-jähriges Mädchen aus dem Landkreis Neu-Ulm wurde erpresst. Über ihr Profil bei einem sozialen Netzwerk wurde sie von einen „Leon“ kontaktiert. Im August forderte er sie auf, 100 Euro an einem bestimmten Ort zu übergeben. Falls sie das nicht tue, drohte er ihr an, sie daheim aufzusuchen und zu vergewaltigen. Um der Forderung und Drohung Nachdruck zu verleihen, schrieb er dem Mädchen ihren Namen und ihre Adresse.

Anzeige wegen Erpressung und angedrohter Vergewaltigung

Die Eltern des Mädchens zeigten den Vorfall bei der Polizei an. Das Kommissariat „Cybercrime“ der Kriminalpolizei Neu-Ulm ermittelte - mit Erfolg. Eine Anfrage an den Betreiber des sozialen Netzwerkes konnte die IP-Adresse und eine angegebene Mobilfunknummer des angeblichen „Leon“ ausfindig machen. Ermittler vor Ort gelangte schließlich zu einem 12-jährigen Mädchen. Das hatte über ihr Handy drei sehr gut aufbereitete Fakeprofile betrieben. Unter anderem auch das des besagten „Leon“.

Das Jugendamt ist informiert

Die 12-Jährige leugnete zunächst jede Tatbeteiligung und übergab sogar ihr Handy, um zu beweisen, dass sie lediglich ihr eigenes Profil darauf gespeichert hatte. Nach kurzer Überprüfung konnten jedoch die Fakeprofile dort festgestellt werden. Als Motiv gab die 12-Jährige an, dass sie dadurch ihre 13-Jährige Mitschülerin pranken wollte. Das hat Konsequenzen: Das Jugendamt ist informiert worden.

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