Schüsse auf Afrikaner in Ulm: Hausverwalter spricht von fremdenfeindlicher Tat

Der Fall hat ein Nachspiel: Nachdem am späten Samstagabend ein bewaffneter Mann auf eine Gruppe vor dem Bürgerhaus losgegangen war, meldet sich nun der Hausverwalter zu Wort. Die Polizei hält sich bedeckt.

Schüsse auf Afrikaner in Ulm: Hausverwalter spricht von fremdenfeindlicher Tat

Lothar Heusohn fand deutliche Worte: „Das ist schon eine neue Qualität in der Eskalationsstufe. Da wird einem Angst und Bange“, sagte er gegenüber der Südwest Presse.

Der Grund für seine Aussage: Am späten Samstagabend hatte ein 50-Jähriger vor dem Bürgerhaus in der Schaffnerstraße einen anderen Mann mit einer Luftpistole angeschossen und ihn leicht verletzt. Bei dem Opfer soll es sich um ein Mitglied einer afrikanischen Gruppe handeln.

Tat sei „offensichtlich fremdenfeindlich“

Nun meldete sich Heusohn, Vorsitzender der Zentralen Bürgeragentur (Zebra), die das Haus für die Stadt Ulm verwaltet, zu Wort und bezeichnete die Tat als „offensichtlich fremdenfeindlich“. Er sagt, dass der Täter seit rund sechs Wochen Menschen mit türkischen, arabischen und afrikanischen Wurzeln bedroht habe.

Polizei hält sich bedeckt

Wie reagiert die Polizei auf die Vorwürfe? Sie hält sich bedeckt. Man prüfe, ob es sich um eine politisch motivierte Tat handle, sagte Pressesprecher Wolfgang Jürgens. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart, die sich auf extremistische Taten spezialisiert hat, hat nun die Ermittlungen übernommen.

Mehr Details gibt es im Artikel auf swp.de, Autorin ist Christine Liebhardt.

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