Tief „Axel“ sorgt für Hochwasser-Alarm in Ulm!

Es regnet und regnet: Tief „Axel“ lässt Regen über ganz Deutschland niedergehen. In Ulm ist die Donau überschwemmt, die Iller in Wiblingen erreicht die Hochwasser-Meldestufe 2.

Tief „Axel“ sorgt für Hochwasser-Alarm in Ulm!

Heftige Regenfälle und schwere Gewitter haben in Süddeutschland Straßen und Keller überflutet. Tief „Axel“ hat in der Nacht zu Dienstag örtlich bis zu 70 Liter Wasser pro Quadratmeter gebracht. Auch in Ulm sind die Auswirkungen spürbar, am Dienstagmorgen kam es zu Ausfällen auf der Bahnstrecke Ulm-Augsburg.

Wasserstand wird in Wiblingen Scheitelpunkt übersteigen

Die starken Regenfälle zeigen sich besonders in Wiblingen: „Die Iller reagiert da ziemlich schnell“, sagt Gunther Wölfle, vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth. Er ist dort für den Kreis Neu-Ulm zuständig. Bei der dortigen Messstelle sei die Hochwasser-Meldestufe 2 erreicht, es gibt kleinere Überschwemmungen. Bis Dienstagnacht beziehungsweise in den frühen Morgenstunden des Mittwochs wird der Wasserstand den Scheitelpunkt überschreiten, in Wiblingen wird dann wohl die Meldestufe 3 erreicht.

Meldestufe 3 auch an der Donau?

Auch an der Donau geht die Prognose den Angaben Wölfles zufolge „steil nach oben“. Ob die Stufe 3 erreicht wird oder die Wasserstände kurz darunter bleiben, kann Wölfle noch nicht sagen. Es gehe jedoch nicht um „Hochwasser wie 1999 oder 2005“ - seines Wissens nach werden aber am Donaubad in Neu-Ulm bereits mobile Hochwasserschutz-Elemente bereitgehalten: „Die Kollegen von der Stadt sind wachsam.“

Die Städte Ulm und Neu-Ulm haben daher am Vormittag die Geh- und Radwegunterführung unter der Gänstorbrücke gesperrt. Auch der Radweg von der Illerbrücke bis zum DLRG kann derzeit nicht genutzt werden. Auch der Schwal ist gesperrt.

Vor allem der Iller-Pegel wird noch steigen

Laut Roland Roth von der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried eine sinnvolle Entscheidung. Denn in Ulm und Umgebung werde es bis Mittwochvormittag weiterregnen. Aufgrund der Schneeschmelze im Allgäu werde vor allem der Iller-Pegel noch stärker ansteigen.

Roth: „Da die Donau im Schwarzwald entspringt und es dort nicht sonderlich stark geregnet hat, wird sich ihr Pegel hingegen nur noch leicht erhöhen.“

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit swp.de. Er wird laufend aktualisiert.

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