Pfingsthochwasser 1999 in Neu-Ulm: Bilder erinnern an das Chaos

Am 23. Mai 1999 überschwemmte ein Jahrhunderthochwasser die Neu-Ulmer Innenstadt, Teile der Ulmer Altstadt und Gemeinden an Iller und Donau. Ein Rückblick mit Bildern.

Pfingsthochwasser 1999 in Neu-Ulm: Bilder erinnern an das Chaos

Langanhaltende Regenfälle in den Allgäuer Alpen waren im Mai 1999 der Auslöser für ein Hochwasser, wie es nur alle 200 Jahre vorkommt. Die Neu-Ulmer Innenstadt, Teile der Ulmer Altstadt und Gemeinden an Iller und Donau wurden am Pfingstsonntag, 23.Mai, überflutet.

Der Iller-Pegel stieg am Pfingstsonntag an der Messstelle Wiblingen auf das Rekordhoch von 7,52 Meter. Zum Vergleich: 2005 wurde dort 7,39 Meter gemessen. Die Donau erreichte am Pfingstsonntag 1999 einen Pegel von 5,71 Meter (2005: 5,43 Meter).

Katastrophenalarm in Neu-Ulm

Für Neu-Ulm war am Abend zuvor Katastrophenalarm ausgelöst worden. Die Neu-Ulmer Feuerwehr musste am nächsten Morgen das nur ein Jahr zuvor eröffnete Freizeitbad Atlantis (heute: Donaubad) aufgeben, selbst ein ein Meter hoher Wall aus Sandsäcken konnte das Wasser nicht abhalten. Der Schaden am Bad wurde auf umgerechnet 2,5 bis 3 Millionen Euro geschätzt.

Die Neu-Ulmer Innenstadt wurde überflutet, die Tiefgarage unter dem Petrusplatz wegen aufsteigendem Grundwasser geflutet. In manchen Straßen kam man nur mit Booten vorwärts. Gefängnis und Krankenhaus wurden evakuiert.

Auf Ulmer Seite wurde die Stadtmauer gesperrt, weil dort starker Hochwasser-Tourismus eingesetzt hatte. Überschwemmt war das Fischerplätzle, das Zunfthaus der Ulmer Schiffleute und Erdgeschoss-Wohnungen waren überflutet. Der Schaden war enorm. Der Reiterhof in der Wiblinger Platzmahd war von Hochwasser umgeben und von der Außenwelt abgeschnitten. (Text: Rudi Kübler)

Logo