Hochwasser ruiniert Kunstausstellung an der Ulmer Stiege und legt Betrieb lahm

Das Hochwasser am Ulmer Donauufer hat den Betrieb in der Stiege lahmgelegt. Auch die Kunstausstellung an der Stadtmauer ist stark beschädigt.

Hochwasser ruiniert Kunstausstellung an der Ulmer Stiege und legt Betrieb lahm

Der Schock kam in den frühen Morgenstunden. Als Petra Schmitt, Betreiberin der Stiege an der Ulmer Stadtmauer, am Mittwoch gegen 7 Uhr zu ihrer Location lief, um sich die Ausmaße des Donauhochwassers anzusehen, traute sie ihren Augen nicht.

Vollgelaufener Treppenaufgang, kaputte Siebdrucke

Die rund 1,80 Meter hohen Glasvitrinen vor der Kunst-Bar: bis unters Dach überschwemmt. Die Siebdrucke der Reykjavíker Künstlerin Sara Riel an der Stadtmauer: ruiniert. Der Treppenaufgang zum Gastraum: vollgelaufen. Überall Schlamm. Eine Katastrophe zum Saisonstart, denn die Stiege war in diesem Jahr erst dreimal offen.

„So schlimm war es noch nie. Ich hätte nicht gedacht, dass uns das Wasser so zusetzt“, sagt Schmitt. Besonders ärgerlich: Das Stiege-Team hatte erst vor kurzem eine Putzaktion gestartet. „Natürlich musste ich auch die Künstlerin informieren, dass ihre Werke stark beschädigt sind“, erzählt Schmitt. „Dass sich ihre Ausstellung über die Donau mal derart mit dem Fluss verbindet, hätte auch sie nie gedacht.“

Erst abwarten, dann putzen

Trotz all des Frusts über das Hochwasser muss Schmitt nun planen, wie es an der Stiege weitergeht. „Wir können jetzt erstmal nur abwarten, bis das Wasser zurückgeht“, erklärt sie. Laut Gunther Wölfle vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth sinkt der Pegel (Höchststand: 4,35 Meter) derzeit bereits und wird sich in den nächsten zwei bis drei Tagen „wieder dem Normalwert annähern.“

Für Schmitt und ihr Team heißt es dann: wieder putzen. Mit Hochdruckreinigern muss der Schlamm im Innenbereich entfernt werden. „Die Werke versuchen wir, so gut wie möglich zu restaurieren“, sagt Schmitt. Wann die Stiege wieder öffnet, ist derzeit noch unklar.

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