Ansteckungsgefahr für Menschen! Landkreis Neu-Ulm warnt vor Tierseuche

Dringender Aufruf des Landratsamts: Alle Hühner müssen gegen die Newcastle-Krankheit geimpft sein. In Riedheim bei Günzburg ist der Erreger bereits entdeckt worden. Auch Menschen können sich infizieren.

Ansteckungsgefahr für Menschen! Landkreis Neu-Ulm warnt vor Tierseuche

Die Situation ist ernst. So ernst, dass der Landkreis Neu-Ulm in einer Mitteilung explizit auf die Gefahr hinweist. „Die Newcastle-Krankheit ist eine außerordentlich ansteckende Tierseuche“, heißt es dort.

Bei Hühnern könne sie sogar zum plötzlichen Tod führen. Auch für den Menschen bestehe eine - wenn auch geringe - Ansteckungsgefahr.

Krankheit bei Günzburg entdeckt

Entsprechend ernst nimmt das Neu-Ulmer Gesundheitsamt den Vorfall aus Riedheim bei Günzburg. Dort war die Krankheit im Juli bei einer verwilderten Taube entdeckt worden.

Deswegen wendet sich das Landratsamt nun an die Öffentlichkeit - und weist darauf hin, dass bei Hühnern und Truthühnern eine Impfpflicht gegen die Newcastle-Krankheit besteht. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeit geahndet.

Diese Verordnung gilt mittlerweile in allen EU-Ländern. Trotzdem gibt es immer wieder Ausbrüche der Krankheit. Zuletzt im vergangenen Jahr in Belgien, Luxemburg und in den Niederlanden.

Verheerende Folgen

Die Folgen sind meist verheerend. Die Hühner bekommen Durchfall und Durchblutungsstörungen, legen weniger Eier und sterben im Extremfall an der Krankheit.

Das Problem: Ist der Erreger erst einmal im Stall, breitet sich die Epidemie oft schlagartig aus. Die Tiere können sich auf zahlreichen Wegen anstecken - etwa über das Futter oder kontaminierte Eier.

Gefahr einer Bindehautentzündung

Bei Menschen tritt die Krankheit deutlich seltener auf - und ist glücklicherweise auch nicht so gefährlich.

„Der Erreger gilt allgemein als ungefährlich für den Menschen. In Einzelfällen können die Viren eine Bindehautentzündung hervorrufen“, sagt Dr. Martin Küfer, Bereichsleiter des Gesundheitsdienst am Landratsamt. Eine Ansteckung erfolge über die Luft oder die Bindehaut nach direktem Kontakt mit den Hühnern.

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