Gericht verbietet Ulmer Gastwirt Pizzaofen mit Holzfeuerung

Ein Gastwirt in Ulm darf seinen holzbefeuerten Pizzaofen nicht weiter betreiben. Grund sei Ruß aus dem Schornstein, erklärte der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg in einem Beschluss vom 24. Juni.

Gericht verbietet Ulmer Gastwirt Pizzaofen mit Holzfeuerung

Stadt hatte Ofen-Betrieb verboten

Die Stadt hatte den Betrieb trotz Einbaus eines Filters untersagt. Der ölhaltige Ruß habe trotz des Filters zu schwer entfernbaren Verunreinigungen auf Terrassen und Möbeln in der Nachbarschaft geführt und sei teilweise sogar durch geöffnete Fenster in Wohnungen gelangt.

Gericht schmettert Argumentation des Wirts ab

Der Gastwirt habe argumentiert, er müsse ohne Holzofen sofort schließen, weil seine Pizzeria für diese Art der Herstellung bekannt sei. Das hielt der 10. Senat des VGH für nicht nachvollziehbar. Es gebe zahlreiche erfolgreiche Pizzerien in Ulm ohne Holzofen. Der Gastwirt habe verschiedene Möglichkeiten zur Kompensation, etwa den Einsatz hochwertiger Zutaten, eine Aufwertung des Gastraumes oder eine Preisanpassung. Der Beschluss ist unanfechtbar. (dpa)

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