Ulmer Münster hat Chancen auf den Deutschen Lichtdesign-Preis

Rundum gelungen: So lässt sich das neue Beleuchtungskonzept des Ulmer Münster knapp zusammenfassen. Finden auch die Verantwortlichen de Deutschen Lichtdesign-Preises und haben das Gotteshaus auf die Nominiertenliste gesetzt.

Ulmer Münster hat Chancen auf den Deutschen Lichtdesign-Preis

„Das für das Münster erarbeite Lichtkonzept setzt die gotische Architektur und ihre natürliche Lichtführung als Maßstab an“, heißt es in der Begründung für die Nominierung. Wo natürliches Licht fehlt, wird gekonnt ergänzt, wobei auch die Intentionen früherer Münster-Baumeister einbezogen werden. Dafür wurden spezielle Pendelleuchten entwickelt, die ihren Platz zwischen Haupt- und Seitenschiff gefunden haben. Die Seitenachsen der Schiffe aber wurden freigehalten, so dass ein ungehinderter Blick ins Gewölbe des Ulmer Münsters möglich ist.

An den Pendelleuchten sind bis zu 24 justierbare Lichtköpfe montiert, mit denen elf verschiedene Lichttechniken umgesetzt werden können. So erhält das Münster immer genau die Beleuchtung, die gerade gewünscht ist: funktional, festlich, schwach oder erstrahlend.

Verantwortlich für das neue Lichtkonzept sind die Ingenieure Bamberger aus dem bayerischen Pfünz. Pünktlich zum Reformationsjahr 2017 wurde die neue Beleuchtung fertiggestellt.

Ob das Ulmer Münster und die Macher des neuen Lichtkonzepts am Ende auch zu den glücklichen Gewinnern des Lichtdesign-Preises gehören werden, entscheidet sich am 17. Mai in Köln.

Info

Der Deutsche Lichtdesign-Preis wird in diesem Jahr zum achten Mal vergeben. Die Auszeichnung soll den Machern professioneller Beleuchtung von Projekten eine öffentliche Wertschätzung verleihen.

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