Extrem lautes Stöhnen! Anwohner beklagen sich über Ulmer Sex-Pärchen

Sex-Lärm in der Marchtalerstraße: Bei mindestens zwei Bewohnern in der Wohnanlage spielen derzeit die Frühlingsgefühle verrückt.

Extrem lautes Stöhnen! Anwohner beklagen sich über Ulmer Sex-Pärchen

Heißes Liebesspiel in der Ulmer der Marchtalerstraße: Nachts werden Nachbarn des Öfteren durch lautes Stöhnen geweckt, das durch die Innenhöfe hallt. Anwohner erzählen, dass ein Pärchen offenbar weit nach Mitternacht beginne und dann bis zu anderthalb Stunden intensiv Geschlechtsverkehr habe.

„Das ist so intensiv, dass ich davon aufgewacht bin“, berichtet eine junge Frau. An Einschlafen sei bei der Geräuschkulisse nicht mehr zu denken, es sei, man schließe die Fenster. „Aber dann wird es im Zimmer warm und man findet erst recht nicht mehr in den Schlaf.“

Also bleibt nichts anderes übrig, als die Geräusche des Sex-Pärchen über sich ergehen zu lassen.

Wie sieht die Rechtslage aus?

Grundsätzlich gilt zwischen 22 und 6 Uhr morgens die Nachtruhe, dann ist maximal Zimmerlautstärke erlaubt. Das gilt auch für den Sex, um dessen Lautstärke es immer wieder vor Gericht zu Auseinandersetzungen zwischen Nachbarn kommt.

Das Amtsgericht Warendorf stellte in einem Urteil 1997 klar, dass „die Beschränkung der Geräuschentwicklung“ keinerlei „Einschränkung des Rechtes auf freie Entfaltung der Persönlichkeit gemäß Art. 2 des Grundgesetzes“ sei. Erwachsene Menschen seien auch bei der „Ausübung ihres Sexualverkehrs in der Lage, ihr Handeln zumindest insoweit zu steuern, dass sie keinen Lärm verursachen, der so laut ist, dass er in die Nachbarwohnung dringt“. Ein grenzenloses Ausleben des Sexuallebens sei deshalb auch von Art. 2 des Grundgesetzes nicht gedeckt.

So sieht´s aus. Ansonsten helfen nur Gelassenheit, Kopfhörer oder Baldriantropfen ...

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit swp.de

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