CSD in Ulm: Am Samstag erstmals auf dem Münsterplatz!

Im Herzen Ulms, auf dem Münsterplatz, geht am Samstag der neunte Ulmer Christopher Street Day über die Bühne.

CSD in Ulm: Am Samstag erstmals auf dem Münsterplatz!

Mit über 4.000 Besuchern platzte der Ulmer Marktplatz beim Christopher Street Day (CSD) im vergangenen Jahr aus allen Nähten“, sagt Michael Frech, Vorstand des Vereins „CSD Ulm.Neu-Ulm“. „Die Organisatoren hatten schon länger den Wunsch, den CSD auf dem Münsterplatz zu feiern. In den vergangenen beiden Jahren war die Teilnehmerzahl so groß, dass es auf dem Marktplatz zu eng wurde“, bestätigt auch Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch: „Wir haben uns daher mit dem Verein geeinigt, den CSD auf den Münsterplatz zu verlegen.“ Getreu dem diesjährigen CSD-Motto „Im Herzen der Stadt“ wird also am kommenden Samstag gemeinsam gefeiert und um gegenseitige Akzeptanz und Toleranz von menschlicher Vielfalt geworben.

Kein Platz für Vorurteile

Für Czisch ist das ein Tag mit wichtiger Botschaft: „Ulm ist eine weltoffene Stadt, darauf sind wir stolz. Wir sagen: Ulm ist Heimat für alle, unabhängig von Geburt, Religion oder sexueller Orientierung. Mir ist es wichtig, dass wir alle gesellschaftlichen Gruppen ernst nehmen, dass wir uns vorurteilsfrei begegnen.“ Die Vielfalt der Lebensstile und ein friedvolles Miteinander, beides zusammen mache eine gute Ulmer Stadtgesellschaft aus.

Czisch, der in den Vorjahren die Schirmherrschaft über den CSD innehatte, wird dieses Jahr erstmals die Eröffnungsrede halten, wenn gegen 16.30 Uhr das Bühnenprogramm beginnt. Vereinsvorstand Michael Frech verrät: „Alwin Possler, Steffi List und Matthew Wood werden mit Schlager-, Rock- und Popmusik für Partylaune sorgen.“ Drei DJs kreieren Sounds im Ibiza-Style, bevor ab 22 Uhr die After-Show-Party im Club „Theatro“ steigt.

Gottesdienst unterm Regenbogen

Bereits am 31. Mai um 19.30 Uhr wird erstmalig ein CSD-Gottesdienst im Ulmer Münster gefeiert. Dekan Ernst-Wilhelm Gohl erklärt: „Das Münster hat seine Tore schon mehrfach für Jubiläumsgottesdienste geöffnet.“ Als die Anfrage des Vereins zum CSD-Jubiläum kam, in Erinnerung an den Stonewall-Inn-Aufstand vor 50 Jahren, habe der Gesamtkirchenbeirat sofort „ja“ gesagt. Gohl selbst wird den Gottesdienst halten: „Unsere Kirche versteht das Thema CSD durchaus selbstkritisch: Man kann nicht Christ sein und Menschen, die anders leben und lieben, diskriminieren, ausgrenzen oder gar hassen.“

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