Studie: Ulm zählt zu den lebenswertesten Städten in Deutschland

Vergleichsweise viel Geld und ein langes Leben: Das bescheinigen die Experten - zumindest statistisch gesehen - den Ulmern. Allerdings hat die Münsterstadt bei einem Punkt noch Luft nach oben.

Studie: Ulm zählt zu den lebenswertesten Städten in Deutschland

Die Mieten sind teuer, die Straßen überfüllt und der öffentliche Nahverkehr oft unzuverlässig - es gibt einige Probleme, mit denen die Ulmer zu kämpfen haben.

Und trotzdem: Ulm zählt zu den lebenswertesten Städten in ganz Deutschland. Das haben die Wissenschaftler des „Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung“ ermittelt.

Für ihre groß angelegte Studie, den sogenannten Teilhabeatlas, haben die Wissenschaftler die Lebensbedingungen in 121 deutschen (Groß-)Städten analysiert. Ulm landete dabei in der Spitzengruppe - gemeinsam mit nur 18 anderen Städten. Die Merkmale dieser Metropolen: sehr hohes Einkommen, sehr gute Nahversorgung, hohe Lebenserwartung.

Lebenserwartung von über 82 Jahren

Den Experten zufolge haben die Ulmer ein durchschnittliches Jahreseinkommen von mindestens 27.500 Euro, im Schnitt vier Einrichtungen des täglichen Bedarfs, wie beispielsweise Supermärkte, in unmittelbarer Nähe des Wohnorts und in über 80 Prozent der Fälle schnelles Internet (über 50 MBit/ Sekunde). Zudem beträgt die Lebenserwartung bei Neugeborenen mehr als 82 Jahre.

Kein Wunder also, dass immer mehr junge Menschen nach Ulm ziehen wollen. Bei den Zuzügen der Altersgruppe 18 bis 29 Jahre zählt die Münsterstadt zu den Spitzenreitern. Die Experten rechnen damit, dass die Einwohnerzahl in den kommenden Jahren steigen wird.

Hier gibt es noch Luft nach oben

Allerdings: Perfekt ist das Experten-Zeugnis für Ulm nicht. Die Studie sieht bei einem Punkt Verbesserungspotenzial: Schulabgänger. Sechs bis acht Prozent der Ulmer Schüler verließen die Schule 2017 ohne Abschluss. Das ist „nur“ bundesweiter Durchschnitt.

Info

Den kompletten Bericht mit allen Grafiken gibt es hier.

Logo