Kein Auto? 5 Tipps, wie ihr in Ulm trotzdem zurechtkommt

Unglaublich aber wahr: In Ulm kann man auch ohne eigenes Auto überleben. Wir geben euch 5 Tipps, wie das am besten funktioniert - und wie ihr bares Geld spart.

Kein Auto? 5 Tipps, wie ihr in Ulm trotzdem zurechtkommt

Baustellen, Staus, keine Parkplätze - Autofahren in der Ulmer Innenstadt macht momentan einfach keinen Spaß. Wie gut also, dass man in Ulm nicht zwingend auf einen eigenen Wagen angewiesen ist.

Schließlich gibt es in der Münsterstadt genügend Möglichkeiten, auch anders von A nach B zu kommen. Wir geben euch fünf Tipps, wie das am besten klappt.

Tipp 1: Nutze den ÖPNV - und zwar richtig

Zugegeben: Sonderlich sexy hört es nicht an, mit Bus und Straßenbahn durch Ulm zu fahren. Doch es lohnt sich! Schließlich schont der ÖPNV nicht nur die Nerven, sondern auch den Geldbeutel.

Besonders billig wird es, wenn man sich eine Jahresticket für das Stadtgebiet Ulm/Neu-Ulm kauft. Das kostet rund 50 Euro im Monat. Die Karten gibt es personalisiert (dann sind sie nicht übertragbar) oder als Abo-Monatskarte. Die kann man z.B. während des Urlaubs auch mal weitergeben. Und am Wochenende kann man bis zu vier Leute gratis mitfahren lassen. Auch die Studenten kommen günstig weg. Das Semesterticket kostet 125 Euro.

Wer neben Geld auch noch Zeit sparen will, sollte sich die DING-App herunterladen. Die zeigt in Echtzeit an, welche Verbindungen am schnellsten sind. Außerdem kann man darüber auch Tickets kaufen.

Tipp 2: Spare bares Geld mit „Park&Ride“-Plätzen

In der Innenstadt sind (mal wieder) alle Parkplätze belegt? Kein Problem! Denn es gibt in Ulm eine andere Möglichkeit, sein Auto abzustellen. Und das völlig kostenlos.

Die Rede ist von den „Park&Ride“-Plätzen am Science Park II und an der Donauhalle. Dort ist das Parken nicht nur kostenlos, sondern auch zeitlich unbeschränkt möglich. Und in die Innenstadt kommt man dank dem ÖPNV in unter 15 Minuten. Deutlich kürzer also, als so manche Parkplatzsuche dauert.

Tipp 3: Benutze den guten alten Drahtesel

Kein Geld für Benzin ausgeben, keine nervigen Staus, keine lästige Parkplatzsuche - ja, das alles ist tatsächlich möglich. Auch hier in Ulm.

Das Einzige, was man tun muss, ist, das Auto in der Garage stehen zu lassen und mit dem Fahrrad in die City zu fahren. Das schont die Umwelt, macht schlank und ist auch noch schnell. Besonders im Stadtverkehr kann kein noch so schnelles Auto mit den Drahtesel mithalten.

Der Geheimtipp: Wer viel gerne radelt, sollte sich die Radkarte der Städte Ulm und Neu-Ulm kaufen.

Dort sind unter anderem alle Radwege, Unterführungen und Grillplätze eingezeichnet. Die Karte gibt es überall im (Neu-)Ulmer Buchhandel zu kaufen. Kostenpunkt: 3,80 Euro.

Tipp 4: Fahre mit dem Fernbus, aber vermeide Anfängerfehler

Von Ulm nach Berlin für nur 40 Euro. Bei Reisen mit dem Fernbus ist dieser Preis heutzutage Standard. Kein Wunder also, dass Flixbus und Co bei vielen Ulmern äußerst beliebt sind.

Aber aufgepasst! Die Busreisen sind in Ulm nicht ganz unproblematisch. Problem Nummer 1: Die Busse fahren nicht wie in anderen Städten am Hauptbahnhof ab. Ulm hat einen eigenen Bus-Bahnhof in der Eberhard-Finckh-Straße in Böfingen.

Problem Nummer 2: Nicht alle Busse fahren die Münsterstadt an. Deswegen lohnt es sich, die Reise möglichst früh zu buchen.

Vermeidet man diese Probleme, ist der Fernbus gerade auf langen Reisen wohl die günstigste und unkomplizierteste Option.

Tipp 5: Auch fürs Auto gilt: Teilen macht Spaß

Keinen eigenen Wagen haben, aber trotzdem mit dem Auto verreisen - das ist mit einer Mitfahrzentrale möglich. Online gibt es dafür zahlreiche Plattformen.

Der Vorteil: Viele Fahrer sind unkompliziert und fahren sogar bis zur Haustüre. Auch beim Preis gibt es nichts zu meckern: Eine Fahrt von Ulm nach Stuttgart kostet gerade mal fünf bis sieben Euro.

Außerdem gibt es in Ulm auch Carsharing. Die Älteren werden sich noch an Car2Go erinnern. Da konnte man sich einfach einen der weiß-blauen Smarts am Straßenrand schnappen und losfahren. Leider hat sich der Konzern aus Ulm zurückgezogen - aber es gibt adäquate Nachfolger.

Zum einen Conficars. Die haben in Ulm und Neu-Ulm verteilt ca. 20 Fahrzeuge stehen. Angemeldete Nutzer können online ein Fahrzeug buchen - für ein paar Euro pro Stunde plus einem Kilometer-Preis. Wer also kein Auto hat, kann sich für den Wocheneinkauf für zwei Stunden ein Fahrzeug mieten - das kostet dann je nach zurückgelegter Strecke etwa 10-20 Euro. Aber auch für Wochenendausflüge sind die „Conficars“ eine Alternative zu den großen Mietwagenfirmen.

Die zweite Carsharingoption in der Region ist swu2go. Allerdings sind die Elektroflitzer leider momentan nur im Ulmer Umland zu haben - etwa in Berghülen, Blaubeuren, Illertissen und Jungingen. Auch hier registriert man sich und mietet nach Bedarf ein Auto stundenweise an.

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